Share for friends:

Dusk And Other Stories (1989)

Dusk and Other Stories (1989)

Book Info

Author
Genre
Rating
4.02 of 5 Votes: 1
Your rating
ISBN
0865473897 (ISBN13: 9780865473898)
Language
English
Publisher
north point press

About book Dusk And Other Stories (1989)

Großartige Höhepunkte, schnell vergessener Durchschnitt Eine Warnung an potenzielle Leser vorweg: lasst Euch nicht von meinen drei Sternen abschrecken, sie geben meinen gefühlten Durchschnitt über alle 11 Stories wieder. Und den Storyband, in denen alle für fünf Sterne gut sind, gibt es meines Erachtens nicht, nicht einmal bei Maupassant oder Somerset Maugham oder dem jungen Irwin Shaw, auch wenn die Altmeister vielleicht einen höheren Gesamtdurchschnitt erreicht hätten als Salter, der ihre historischen Verdienste mit „Die Zerstörung des Goetheanums“ aber durchaus in den Schatten stellen kann. Denn jene drei, denen ich in meiner persönlichen Bilanz fünf Sterne gegeben habe, gehören für mich zu den Lesehöhepunkten der letzten Jahre, „Die Zerstörung des Goetheanums“ ist für mich gar eine der besten Stories überhaupt, jedenfalls hat sie mich beeindruckt, wie lange nichts mehr, obwohl mir die ersten Seiten dieser atmosphärischen Dreiecksgeschichte überaus sperrig vorkamen. Der namenlose Hauptheld verliebt sich in Basel in eine etwas seltsame Frau, die sich ihm nach Momenten der intensiv gefühlten geistigen Nähe, immer wieder entzieht. Nadine hat ihr Leben dem bislang erfolglosen Schriftsteller Hedges gewidmet, der seit Jahren an seinem Lebenswerk arbeitet, das ein neues Zeitalter einläuten soll und neben der eigenen Biographie das esoterische Geheimwissen aller Zeiten aufarbeitet. Rudolf Steiner ist eines der Idole von Hedges und Nadine, die wegen des Goetheanums in die Gegend gekommen sind. Beim ungleichen Paar, das eine Leidenstour durch Europa hinter sich hat, kriselt es, aber die Hauptperson ist ebenso zwischen dem faszinierenden Bild, das Nadine von Hedges zeichnet und seinem Bedürfnis nach der Unfassbaren hin- und hergerissen. »Hedges war vierzig, er hatte fast keine Freunde, seine Frau war irgendwo daheim in Connecticut, er hatte sie verlassen, hatte der Vergangenheit den Rücken gekehrt. Wenn er nicht groß war, so folgte er doch dem Pfad der Größe, was einer Katastrophe gleichkam. Und er besaß die Macht jemand dazu zu bringen, sich ihm ganz zu widmen. Sie war ständig um ihn. Er lässt mich nie aus den Augen beschwerte sie sich.«Das ist eine der Analysen, die der Erzähler über das verkannte Genie zieht, das die geliebte Frau blockiert. Es gibt keinen Autor, der die Lebenslügen der verkannten Schriftsteller so großartig auf den Punkt bringt. Die zweite Hälfte von Salters Erinnerungsbuch »Verbrannte Tage« ist vom Gefühl des Verkanntseins gezeichnet, in diesen Erzählungen aus den Siebzigern brennt dieses Thema noch etliche hundert Grad heißer. Auch in der Erzählung »Via Negativa«, in der ein erfolgloser Autor bemerken muss, dass sich seine Geliebte, die er gar nicht so besonders hoch einschätzt, umorientiert hat. Aber für den Bestsellerautor, der ihn noch kurz zuvor eine Abfuhr erteilt hat, ist das etwas schräge Mädchen erste Wahl. Insbesondere die ersten beiden Seiten sind überaus autobiographisch. enthalten sie doch eine gnadenlose Abrechnung mit „W“, einem unverkennbaren Portrait von Irwin Shaw, der in den Siebzigern bei konstant nachlassender Qualität mit seinen Büchern ein Vermögen machte, während Salter vermutlich eher ein Leben wie der armselige Hedges führte. Falls er nicht gerade Drehbücher schrieb oder Fernseharbeit verrichtete. Die Erzählung „Kino“ ist ein Reflex darauf, kommt aber nicht so recht auf den Punkt und wirkt wie ein schwacher 1:25-Abklatsch von Shaws bestem Roman (Zwei Wochen in einer anderen Stadt). Meine weiteren Favoriten sind „Am Strande von Tanger“, eine schräge Geschichte um einen irgendwie verkorksten Tag im Leben eines Pärchens, das sich in Barcelona gefunden hat, in dessen Verlauf an kleinen Symbolen deutlich wird, dass etwas zwischen den beiden zerbrochen ist, während sie den Besuch von Nicos dumpfbackiger deutscher Bekanntschaft Inge ertragen. »Zwanzig Minuten« wurde ja schon in mehreren Posts positiv hervorgehoben, wie anderswo schon erwähnt, geht es um die beschriebene Zeitspanne im Leben einer Frau, deren Unterleib bei einem verunglückten Sprung über ein Hindernis vom eigenen Pferd zertrümmert wurde. Nun liegt sie leicht abseits einer wenig befahrenen Straße, In ihrem Strram of Consciusness zieht ihr Leben an ihr vorüber, ihr erster Gedanke gilt ihrem einstigen Lieblingspferd, das nach einem Beinbruch erschossen werden musste. Auf die Analogie zur eigenen Situation folgt der Blick auf die zu weit entfernten Häuser, in denen gerade das Licht angeht und an eine Party, die sie in einem ausgerichtet hat. Doch der Besitzer ist längst weg und pleite, sie selbst hat dort eine denkwürdige Pleite erlebt, als sie dem Besitzer ein unmissverständliches Angebot gemacht hat, das aber nicht seiner Veranlagung entsprach. Das Ende der eigenen Ehe, das sich auf der besagten Straße ereignet hat und Urlaubserinnerungen folgen in einer ebenso zufällig wie banalen Mischung, während die Zeit verstreicht. Wie gut die einzelne Story bei einem ankommt, hängt natürlich immer von den eigenen Leseerwartungen ab. Mir persönlich liegen Geschichten am meisten, die sich in einem kurzen Zeitraum ereignen und in Facetten das Potenzial eines ganzen Lebens oder Romans aufscheinen lassen. Ein Gehoppel, das sich über wenige Seiten aber viele Jahre oder mehrere Monate mit etlichen chronologisch aufgezählten Episoden hinzieht, ist nicht so mein Ding; auch wenn die Schlusspointe so eine Art Bilanz zieht. „American Express“ oder „Fremde Küsten“ fallen in die bei mir unbeliebte Kategorie und bekamen auch nur zwei Sterne, zumal Salter in ihnen auch sprachlich nicht so auf der Höhe ist, wie in den Meisterwerken. Fazit: Nachdem sein dünnster mir bekannter Roman die wenigsten Einbrüche hatte, versprach ich mir von den preisgekrönten Erzählungen eine Serie von Höhepunkten. Tatsächlich ist Quote nicht besser als in den »Lichtjahren«, in denen das Dilemma dieses Autors am deutlichsten zu Tage tritt: Salter hat die Gabe gewisse Zusammenhänge über einige Seiten beeindruckend dicht und plausibel zu gestalten. Aber diese hochkonzentrierten Momente gelingen ihm nicht immer und es ist fraglich, ob ein Roman in dieser Dichte überhaupt erträglich wäre. Kommt er nicht auf dieses Niveau, fällt einem nicht nur der Abfall an literarischer Qualität aufs Lesergemüt, zumal er für die Überbrückungsetappen keinen leichteren oder beschleunigten Stil zur Verfügung hat. Der uninspirierte Salter erinnert mich eher an unverhoffte Querfeldeingänge über matschige Wiesen. Lästig so lange man sie hinter sich bringen muss, aber mit etwas Abstand überstrahlen die einzigartigen Höhepunkte, die eher unwillig verbrachten Lesestunden.

Maybe it's because I think in novel terms, but I never cease to be amazed by a short story that makes a character, a place, a whatever viable and memorable despite the limitations of the form. And I'm in awe of how many different but comparably compelling ways there are to do that; all have in common a knack for instantly insinuating and evoking. It's an art and craft of language that seems more difficult to me than novel writing. Reading this (my first Salter) prompted me to start a shelf of favorite short story collections, but this one didn't make the cut. Of the eleven stories, three get five stars. The rest never fully engaged, which may mean only that they didn't work for me; the writing was periodically stellar in Salter's sharp, spare way, but the words never quite added up. Even so, the following are reason enough to want to read more of him.Twenty MinutesA woman is thrown from a horse and dies alone in a field vividly aware of the circumstance but increasingly distracted by recollections of her life and loves, eventually to the point of madness. Past and present are rendered seamless in the telling, which is by turns plaintive and horrifying.-- "Some failed, some divorced, some got shot in trailers like Doug Portis who had the excavation business and was seeing the policeman's wife. Some like her husband moved to Santa Barbara and became the extra man at dinner parties. It was growing dark. Help me, someone, help me . . ." --American ExpressTwo disillusioned, middle-aged lawyer buddies in search of their lost souls go traipsing around Europe picking up women and girls. To start the telling and the lives seem almost random and incidental, but the language immediately dazzles -- "It's hard now to think of all the places and nights . . . unknown brilliant faces jammed at the bar . . . the dark, dramatic eye that blazes for a moment and disappears . . ." The mix of incidents and introspection, humor and regret make the story feel honest and rueful and real in the end. I get the feeling that this one is Salter's signature style at its best.-- "They lay silently. She was staring at something across the room. She was making him feel uncomfortable . . . 'It wouldn't work. It's the attraction of opposites,' he said. 'We're not opposites.' 'I don't mean just you and me. Women fall in love when they get to know you. Men are just the opposite. When they finally know you they're ready to leave.' She got up without saying anything and began gathering her clothes. He watched her dress in silence. There was nothing interesting about it. 'I'll get you a cab,' he said. 'I used to think you were intelligent,' she said. --AkhniloA man goes in search of the source of a noise in the heat of a late August night. As the search devolves into nightmare it becomes a metaphor for his life. Exquisitely dreamy and creepy.-- "It kept pouring out, more and more insane. He could not identify, he could never repeat, he could not even describe the sound. It had enlarged, it was pushing everything else aside. He stopped trying to comprehend it and instead allowed it to run through him, to invade him like a chant. Slowly, like a pattern that changes its appearance as one stares at it and begins to shift into another dimension, inexplicably the sound altered and exposed its real core. He began to recognize it. It was words. They had no meaning, no antecedents, but they were unmistakably a language . . ." --

Do You like book Dusk And Other Stories (1989)?

Estoy absolutamente seguro de que si no viniera de leer a Raymond Carver este libro me habría parecido entrañable y extraordinario. Pero a excepción de un par de cuentos magistrales, el resto se siente flojo, con el trámite de la narración, con el esmero por retratar pasajes áridos, resaltando lo estéril de lo cotidiano para enaltecer el momento del clímax y cierre, y es algo que funciona, algunas veces, pero no podía evitar terminar de leer cada historia sin desear regresarme a las cuchillas en prosa de Carver.
—York

I've been reading James Salter's Dusk and Other Stories, a collection of short stories from Salter's long career as a contributor to high contemporary fiction. This is literature of the "literature genre," the genre which insists its not a genre at all, but the sine qua non of writing, as if they were artist of the human condition and genre writers merely illustrators.The New York times positively gushed about the stories in this book, but I went back to the well of the writer: A story is telling about a person with a crisis, what he or she is willing to do to overcome that crisis, and how she reacts to the success or failure. In Salter's book, however, there is no overcoming. Nobody ever overcomes their crisis. They just muddle through, tragically. Salter likes to tell his tales in glimpses. "Cinema" is about a film company falling apart after a big film utterly bombs, everyone involved knew it would suck, especially the scriptwriter, who knew the director and the actors were all wrong for the words he wrote. Salter jumps around, like a cinema verite director himself, point of view here, then there, then over there, never keeping us in place, making us read frantically and nervously. But what we're getting is anecdotes: These people made a terrible movie, and they live in denial of the consequences. There's nothing to overcome. They don't even want to overcome. The writer consoles himself by sleeping with the director's secretary: that's as close as the story gets to coherent response to the crisis."Dusk" is about a woman dealing with being 46, as Tom Ford described, "Long past that moment when men stopped turning their heads to look at her." Her husband left her for a younger woman, her son was killed, and in the story her lover announces that he, too, is moving on, and she is at best second-best. But again, the character never once moves to resolve her crisis. She just muddles through."Akhnilo" is about a managing ex-alcholic having a nervous breakdown. The main character follows a hallucination into the night, one that the writer describes with breathtaking beauty. In the final paragraph, the story comes crashing down again as he loses that beauty, and the camera suddenly jumps to his daughter, who in one gorgeous sentence reveals all the fear and heartache a child has when a parent wrestles with those kinds of daemons. But again, it's not a story."Foreign Shores" is an insanely Freudian story about an American woman, her attractive Dutch au-pair, and the woman's strange sexual notions about the au-pair and her six-year-old son, notions which are hightenend when she discovers, by illicitly reading letters, that the au-pair has been recruited by a pornography filmmaker in Germany. But her crisis is about how this beautiful young woman's life is so interesting while hers is so dull, and by the end of the story... nothing. She seethes and hates, and changes nothing.All of the stories in Dusk are like that: sad anecdotes about people seeing the world through lenses of ruin and chaos, the ends of days, of careers, of lives. Nothing changes: they just go on, convicted to their eternal withering. The tales are incredibly well-written, and I've taken notes, but if I wanted anecdotes I'd read poetry. Maybe that's how these are meant to be read: as long prose poems, antipaeans to life.
—Elf M.

I really enjoyed this thin book of short stories. His simplicity was beguiling. I can see this book as a reference for me to go back to when I want direction in writing clear, clean, precise narrative sentences. He almost had an aphoristic narrative style, which moved from one haiku-like image to the next with Zen-like clarity. Also, the themes of the stories were quite original and varied, not just variations on one or two themes. I did notice certain descriptive elements in many of them (e.g. lots of people with ''thinning hair'' and ''moles'' and misogynistic tendencies). There was something of Chekhov in the way he reflected social and emotional conflicts against the backdrop of nature's varied moods. I put question marks at the end of some of his stories since I couldn't quite see why he decided to end at exactly that point, but perhaps re-reading them will clarify this for me. It was interesting to see the references to failed writers who wished to be recognized for their greatness. Could that refer to Salter's own feelings about what he wished he'd have accomplished in his career? He clearly should be better known - he's a better writer than Philip Roth and John Updike in my opinion, among many others. I mean, American Pastoral? Give me a break! But that's another review.
—Thomas Armstrong

download or read online

Read Online

Write Review

(Review will shown on site after approval)

Other books by author James Salter

Other books in category Poetry